Höchste Windkraftanlage der Welt geht in Betrieb

Mit einem 165-m-Turm und knapp 230 m Gesamthöhe soll die Nordex N131/3300 3.500 Volllaststunden erreichen. Foto: K&S

Mit einem 165-m-Turm und knapp 230 m Gesamthöhe soll die Nordex N131/3300 3.500 Volllaststunden erreichen. (Foto: K&S)
29.08.2016

Im rheinland-pfälzischen Hausbay, etwa 100 km westlich von Frankfurt/M., ist die weltweit höchste Windkraftanlage in Betrieb gegangen. Projektiert und realisiert wurde sie von der K&S Regenerative Energie GmbH & Co.KG mit Sitz in Baden-Württemberg. Die Anlage — eine Nordex-Turbine vom Typ N131/3300 — hat eine Gesamthöhe von 230 m und erreicht eine Leistung von 3,3 MW.

„Dieses Projekt war eine große Herausforderung für unser Unternehmen und für alle Partnerfirmen. Denn noch nie zuvor wurde eine Windenergieanlage mit dieser Höhe realisiert.“, sagt K&S-Geschäftsführer Ulrich Kreuzberger. Der 165 m hohe, speziell für diesen Bedarf konzipierte Hybridturm in kombinierter Spannbeton-/Stahlbauweise besteht aus drei Teilen: einem Betonturm mit 100 m sowie darauf aufgesetzt zwei Stahlrohrsegmenten mit jeweils etwa 30 m Länge. In knapp 165 m wurde dann eine Nordex N131/3300-Turbine montiert. Die Rotorblätter haben eine Spannweite von jeweils 65,5 m.

Die neue Windenergieanlage nutzt mit knapp 230 m Gesamthöhe und einer unteren Flügelspitze von 100 m besonders ertragreiche Luftschichten. In dieser Höhe herrschen im Hunsrück laminare, gleichmäßige Luftströme, die über das Jahr relativ konstant wehen. Somit ist die Anlage in dem hügeligen und bewaldeten Standort weniger Turbulenzen ausgesetzt, wodurch sich die Laufzeiten verbessern. Auf Basis von Messungen wurde errechnet, dass sie jährlich mindestens 3.500 Vollaststunden erreicht und damit deutlich effizienter arbeitet als Windräder mit geringerer Bauhöhe. „Mit einem Gesamtwirkungsgrad von etwa 30 Prozent stoßen wir in Bereiche von Kraftwerkstechnologien vor“, betont Ulrich Kreuzberger.

Bei diesem Vorhaben arbeitete K&S ausschließlich mit langjährigen Partnern zusammen. Für alle war es das erste Projekt unter diesen besonderen Einsatzbedingungen. „Für den Kransteller beispielsweise war diese Dimension mit insgesamt 170 m vollkommen neu. Er konnte nicht auf bestehende Erfahrungswerte zurückgreifen“, betont Kreuzberger. Allein zwei Wochen dauerte es, bis der Kran gestellt war. Um die Stabilität zu gewährleisten, mussten etwa 400 Tonnen Gegengewichte angebracht werden – umgerechnet 15 Schwertransporte.

Bauzeit sechs Monate

Bei der Montage der Rotorblätter war der Wind der größte Risikofaktor. Deshalb hat K&S den Zeitplan für die Errichtung der Anlage so konzipiert, dass die rotorblätter im Juni befestigt werden konnten. „Bei Winden bis zu acht Meter pro Sekunde im Herbst und Winter wäre das viel zu gefährlich“, erklärt Kreuzberger. Der Aufbau des gesamten Systems – vom Bau der Zufahrtswege, der Fundamente und der Leitungstrassen für die Stromabführung bis zur Endabnahme – dauerte rund sechs Monate. 6 km entfernt befindet sich ein Umspannwerk des Energieversorgers RWE, von dort wird der „grüne“ Strom in das öffentliche Netze eingespeist.

K&S / Buddensiek

Quelle

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